ich bin ein 3unikat
  • Amateurteams 1995-2002
    Coach

    Amateurteams

    SC Stattersdorf

    SC Harland

    SV Gmünd

    Krems SC

    ASK Kottingbrunn

    Über die Zeit bei Amateurvereinen

    Als Trainerfrischling war es für mich wichtig bei kleinen aber tollen Vereinen meine Trainer-Karriere zu starten. Schnell merkte ich, dass es auch bei den so genannten Amateurvereinen ein sportlicher Druck gibt.

    Der Vorteil damals war jedoch für mich, dass ich im Vergleich zum Profibereich in Ruhe arbeiten und lernen konnte mit Fehlern umzugehen. Im Amateurbereich steht nicht gleich jeder Fehler eines Trainers mehrmals in der Zeitung am nächsten Tag.

    Die Meistertitel mit Stattersdorf, Sturm 19 und insbesondere Krems SC habe ich nicht weniger gefeiert, wie die großen Titel mit der Wiener Austria. Denn jeder Titel ist ein schweres Stück Arbeit, wo nicht nur ich als Trainer Meister geworden bin, sondern auch meine Co-Trainer und Tormann-Trainer und natürlich auch alle anderen Mitarbeiter beim jeweiligen Verein.

    Ich bin froh und dankbar, dass ich bei jedem einzelnen Verein arbeiten durfte. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und bin immer noch mit jedem Verein im Herzen verbunden. Es heißt ja nicht umsonst oft im Leben „aus dem Auge, aber nicht aus dem Herzen!“.

  • SCN St. Pölten 2002-2004
    Coach

    Erfolge

    4. Platz 2004

    Cup Viertelfinale

    Über die Zeit beim SKN St. Pölten

    Nachdem ich davor bereits Erfahrung in der Regionalliga sammeln konnte, war der SKN St. Pölten damals für mich der nächste logische Schritt. Die Erwartungshaltung wurde zunehmend größer. Der vierte Platz 2004 und die tollen Erfolgen im Cup über Wörgl, SW Bregenz und die Salzburger Austria (5:1) waren Highlights meiner aufregenden Zeit als SKN-Trainer.

    Eine besondere Freude war es damals auch für mich, Veranstalter des St. Pöltener Jugendfußballcamps für Spieler und Torhüter zu sein.

    2006 kehrte ich als Aufsichtsratmitglied und Berater des Vorstandes zurück und bin derzeit auch ehrenamtlicher Jugendtrainer der U15, in der auch mein Sohn Romario spielt. Als St. Pöltner freue ich mich natürlich schon sehr auf das neue Stadion und hoffe, dass der Mannschaft bald der Aufstieg in die Bundesliga gelingt.

  • First Vienna FC2004-2006
    Coach

    Erfolge

    Meister 2006

    Cupsieger 2005, 2006

    UEFA Cup Qualifikation

    Über die Zeit bei Austria Wien

    Mein bisheriges Trainer-Highlight war sicher der Doublesieg mit der Austria. Viele Leute haben das meinem Freund und damaligen Sportdirektor Peter Stöger und mir als Cheftrainer nie zugetraut.

    Umso schöner waren die Erfolge, die wir uns natürlich sehr schwer erarbeiten mussten. Natürlich erleichtert es einem Trainer die Arbeit, wenn man bei einem gut funktionierenden Verein arbeiten kann. Zudem kam, dass die Spielerqualität der damaligen Mannschaft sehr gut war. Beides hat also bei der Austria damals perfekt gepasst und dann hatte man auch noch das Glück des Tüchtigen.

    Wie schnell man jedoch mit der Kehrseite der Medaille konfrontiert werden kann, zeigte sich, wie Frank Stronach zwölf Spieler nach diesen Erfolgen verkauft hat. Ab diesem Zeitpunkt hat der Verein nicht mehr so funktioniert und die Qualität am Platz hat schlichtweg gefehlt. Trotz der unerklärlichen sportlichen Entscheidungen des Frank Stronachs habe ich ihm und der Wiener Austria viel zu verdanken.

    Es war ein unglaublich erfolgreicher Einstieg als Profi-Trainer und eine Trainerstation, bei der ich viele Freunde gewonnen habe.

  • 1. FC Vöcklabruck 2007-2008
    Coach

    Erfolge

    Meister Regionalliga

    Aufstieg in die Red Zac-Liga 2008

    Über die Zeit beim 1. FCV

    Nach meiner Zeit bei der Wiener Austria kam der 1. FC Vöcklabruck gerade richtig. Es war ein ambitionierter Verein, geführt von dem sehr ehrgeizigen und erfolgshungrigen Präsidenten Resch. Dieser hatte einen Traum. Den Traum, seinen Club in die Profiliga zu bringen.

    Ich bin sehr stolz, dass ich als Trainer dazu beitragen konnte mit dem errungenen Meistertitel diesen Traum wahr werden zu lassen. Leider ist dieser Club nach einem Jahr Profiliga wieder abgerutscht, aufgrund der falschen Einflüsse zweifelhafter Berater.

    Für mich als Trainer war es auf jeden Fall eine tolle Station, bei einer meiner absoluten Lieblingsmannschaften tätig gewesen zu sein.

  • Austria Kaernten 2008-2009
    Coach

    Erfolge

    Klassenerhalt 2008

    6. Platz 2009

    Über die Zeit bei Austria Kärnten

    Meine schwierigste und zugleich turbulenteste Trainerstation war sicher mit Abstand der SK Austria Kärnten. Geholt bin ich worden von dem leider zu früh verstorbenen Jörg Haider, damaliger Kärntner Landeshauptmann und Vereinspräsident.

    Der damals neu formierte Verein war schon mit einem Bein in der 2. Liga, ob des schier uneinholbaren Rückstands auf den rettenden neunten Platz. Mit viel Arbeit und dem neu entfachten Teamgeist haben wir diesen Abstieg noch abwenden können. Es war ein unglaublicher Erfolg, an den wohl außer der Mannschaft und mir zuvor niemand mehr so richtig geglaubt hat. Es schien, als würde uns eine sonnige Zukunft bevorstehen.

    Es hatte den Anschein, dass wir in Klagenfurt im neuen und schönsten Fußballstadion Österreichs große Erfolge feiern können. Der Verein, die Fans, die Mannschaft und ich waren voller Tatendrang und bereit dafür. Doch dann kam alles anders. Der tragische Tod von Jörg Haider, Gründer, Geldgeber, Präsident und Fan dieses Vereins hat diese Träume zunichte gemacht.

    Ab diesem Zeitpunkt war der Club nur ein Politikum: da war kein Geld mehr da und ich als Sportdirektor und Trainer habe sparen müssen und so auf wichtige Spieler verzichten müssen. Natürlich wäre es ab diesem Zeitpunkt einfacher für mich gewesen sofort zu gehen, zu sagen „So nicht!“

    Mittlerweile hatte ich jedoch die Kärntner und das Land Kärnten lieben gelernt und wollte mit allen mir möglichen Mitteln diesen Verein noch retten. Aber das war ein Kampf gegen Windmühlen. Ich predige als Trainer im Fußball wie auch im privaten Leben, dass miteinander vieles leichter geht als gegeneinander. Dies war dann leider nicht der Fall und so habe ich hier die größte Enttäuschung als Trainer erlebt, diesen Verein zum Schluss nicht mehr retten zu können.

    Hoffentlich habe nicht nur ich aus der Demontage des SK Austria Kärnten gelernt, dass Politik und Profi-Fußball nicht in hohem Ausmaß miteinander verbunden sein dürfen. Trotzdem behalte ich auch hier viele schöne Momente in meiner Erinnerung und habe weiter an wertvoller Erfahrung sammeln können.

  • First Vienna2010
    Coach

    Erfolge

    Klassenerhalt 2010

    Über die Zeit bei der Vienna

    Den größten Fehler bei dieser Trainerstation habe ich noch vor meinem ersten Spiel als Vienna-Coach gemacht. Es war ein Fehler, nach meinem besten Sportsfreund Peter Stöger bei diesem Club einzusteigen. Nach meiner bittersten Enttäuschung in meiner bisherigen Trainer-Karriere (SK Autria Kärnten) muss ich auch eingestehen, dass ein toller Verein wie die Vienna zu früh für mich gekommen ist.

    Ich hatte den Schmerz rund um den SK Autria Kärnten noch nicht verkraftet. Dies trug sicher dazu bei, dass ich das schwierige Präsidium rund um Präsident Dvoracek unterschätzt habe. Dieses ließ sich leider von vielen zweifelhaften Einflüsterern beeinflussen. Ich kann mir nicht vorwerfen, nicht alles gegeben zu haben. Es war jedoch auf Dauer zu schwierig für eine ehrlichen Zusammenarbeit, ebenso wie es schon meinem Freund und Vorgänger Peter Stöger gegangen war.

    Trotzdem war es schön bei so einem traditionellen Wiener Verein gearbeitet zu haben. Die Fans sind toll. Nach diesen zwei kurz aufeinander folgenden Enttäuschungen weiß ich, dass ich bei meiner nächsten Entscheidung echte Perspektiven vorfinden und selbst 100% dafür bereit sein muss.